Drainpflaster / wasserdurchlässig: Kosten, Ablauf & Fachbetriebe

Versickerungsfähiges Pflaster (Drainpflaster) kostet meist zwischen 45 und 90 €/m² und liegt damit oft nur wenig über vergleichbarem Standardpflaster.

Drainpflaster / wasserdurchlässig
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Drainpflaster bzw. versickerungsfähiges Pflaster lässt Regenwasser über breitere Fugen, poröse Steinstrukturen oder eine wasserdurchlässige Tragschicht direkt in den Untergrund einsickern, statt es oberflächig abzuleiten.

Immer mehr Kommunen fördern oder verlangen versickerungsfähige Beläge für neu angelegte Flächen, um die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten und das Grundwasser zu schonen — ein Blick in die örtliche Entwässerungssatzung lohnt sich vorab.

Technisch lässt sich Versickerungsfähigkeit auf verschiedenen Wegen erreichen: über breite, mit Splitt verfüllte Fugen bei sonst dichten Steinen, über speziell poröse Sickersteine mit durchlässiger Struktur, oder über Rasengittersteine mit begrünten Freiflächen. Welche Variante am besten passt, hängt von Optik-Wunsch, Belastung der Fläche und den Bodenverhältnissen ab.

Kosten im Überblick

Was kostet drainpflaster / wasserdurchlässig?

Richtwerte inkl. Material und fachgerechtem Unterbau — die tatsächlichen Kosten hängen von Fläche, Untergrund, Material und Region ab. Eine verbindliche Aussage liefert nur ein individuelles Angebot.

AusführungRichtpreis
Drainpflaster/Sickerpflaster45–85 €/m²
Rasengittersteine35–60 €/m²
Ablauf

So läuft drainpflaster / wasserdurchlässig typischerweise ab

  1. Prüfen, ob und in welchem Umfang eine Versickerung am Standort möglich/vorgeschrieben ist (Bodenbeschaffenheit, kommunale Vorgaben).
  2. Aufbau einer wasserdurchlässigen Tragschicht (z. B. Kies statt dicht verdichtetem Schotter).
  3. Verlegen des Pflasters mit breiteren, wasserdurchlässigen Fugen oder speziellen Sickersteinen.
  4. Verfüllen der Fugen mit versickerungsfähigem Material (z. B. Splitt statt Fugensand).
Warum ein Fachbetrieb?

Damit Drainpflaster tatsächlich versickerungsfähig bleibt, muss nicht nur die Oberfläche, sondern der gesamte Unterbau bis zum gewachsenen Boden durchlässig aufgebaut sein — wird stattdessen wie bei klassischem Pflaster dicht verdichtet, staut sich das Wasser trotz passender Steine. Ein Fachbetrieb kennt den richtigen Schichtaufbau und wählt Materialien, die dauerhaft wasserdurchlässig bleiben, statt sich mit der Zeit zuzusetzen.

Häufige Fragen
Ist versickerungsfähiges Pflaster für jede Fläche geeignet?

Die Eignung hängt vom Baugrund ab — bei sehr lehmigem oder verdichtetem Boden versickert Wasser schlechter. Ein Fachbetrieb prüft die Bodenverhältnisse vor der Planung.

Muss ich für Drainpflaster weniger Niederschlagswassergebühr zahlen?

In vielen Kommunen wird die Niederschlagswassergebühr reduziert, wenn eine Fläche nachweislich versickerungsfähig gestaltet ist. Details regelt die jeweilige örtliche Satzung.

Setzen sich die Fugen von Drainpflaster mit der Zeit zu?

Über die Jahre können sich Fugen durch Laub, Sand oder Bewuchs teilweise zusetzen und die Versickerungsleistung verringern. Regelmäßiges Kehren und gelegentliches Absaugen oder Nachfüllen der Fugen mit frischem Splitt helfen, die Durchlässigkeit zu erhalten.

Ist versickerungsfähiges Pflaster genauso belastbar wie normales Pflaster?

Hochwertiges Drainpflaster mit passendem Unterbau erreicht meist eine gute Tragfähigkeit, kann jedoch je nach Ausführung etwas empfindlicher auf punktuelle, hohe Lasten reagieren als klassisches, dicht verfugtes Pflaster. Für Einfahrten sollte die Belastbarkeit vorab mit dem Fachbetrieb abgestimmt werden.

Ist Drainpflaster frostsicher?

Grundsätzlich ja, sofern der Unterbau fachgerecht ausgeführt ist. Ein durchlässiger Aufbau kann Frost sogar zugutekommen, da Wasser besser abfließt statt in geschlossenen Schichten zu gefrieren und die Fläche anzuheben.

Welche Alternativen gibt es zu klassischem Drainpflaster?

Neben Sickersteinen mit breiteren Fugen kommen Rasengittersteine oder wassergebundene Decken infrage. Rasengittersteine bieten eine besonders hohe Versickerungsleistung, wirken aber optisch grüner und begrünter als reine Pflasterflächen.

Kann bestehendes Pflaster nachträglich versickerungsfähig gemacht werden?

Eine nachträgliche Umrüstung ist in der Regel nur durch teilweisen oder vollständigen Rückbau möglich, da sowohl Steine als auch Unterbau angepasst werden müssen. Bei einer ohnehin anstehenden Sanierung lohnt es sich, Drainpflaster als Option mitzudenken.

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